Projekte

FaberiS – Die Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen der FRAP-Agentur gGmbH

  • Projektlaufzeit: Dezember 2024 – Dezember 2025
  • Durchführung: FaberiS und Verein der GAB München e.V.
  • Projektträger: Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg
  • Fördermittelgeber: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg

 

FiVo – Fit für die Vorbehaltsaufgaben mit integriertem Sprachlernen und Sprachlernbegleitung 

  • Ziel: Sprachlernen wird zu einer Querschnittsdimension des Pflegefachunterrichts. Pflegepädagog:innen qualifizieren sich im Laufe des Projekts zu Sprachlernbegleiter:innen, sie gestalten ihren Unterricht und ihre Begleitung von Auszubildenden zur Pflegefachkraft sprachlernförderlich. Sie vermitteln den Auszubildenden Verfahren und Strategien, wie sie Arbeit und Schule auch für das Sprachlernen nutzen können, damit sie den sprachlich höchst anspruchsvollen Vorbehaltsaufgaben, die der Beruf mit sich bringt, gerecht werden können.
  • Vorgehen: Die Pflegepädagog:innen lernen, die Vermittlung der pflegefachlichen Kompetenzen so zu gestalten, dass dabei zugleich die Sprachbildung der Auszubildenden gefördert wird. Dieses Lernen erfolgt arbeitsintegriert – durch Erprobung und Auswertung eines sprachlernförderlichen Methodenrepertoirs in Unterricht und Praxisbegleitung. Bei der Erarbeitung geeigneter Ansätze werden sie begleitet und erhalten in Präsenz- und Online-Workshops sprachfachliche und berufspädagogische Impulse von FaberiS und der GAB München e.V.. Zugrunde gelegt ist dabei ein funktional-pragmatisches Verständnis von Sprachlernen, das auf der Situations- und Kontextgebundenheit sprachlicher Bedeutungen und kommunikativer Wirkungen basiert.
  • Ergebnisse: werden nach Projektabschluss hier veröffentlicht.

 

AUSBILDUNGSINTEGRIERTES SPRACHLERNEN (AiS) FÜR SERVICEHELFER:INNEN

  • Ziel: Wie lässt sich ausbildungsintegriertes Sprachlernen im Rahmen der Ausbildung von Servicehelfer:innen im Sozial- und Gesundheitswesen“ realisieren? Ausgehend von dieser Frage sollten in diesem Pilotprojekt Möglichkeiten erprobt und Wege beschrieben werden, wie Sprachlernen direkt in die Arbeits- und Lernprozesse der Ausbildung eingebettet werden kann.
  • Vorgehen: Im Sinne von Praxisforschung bzw. Design Based Research war das Projekt durch die partizipative Entwicklung und Erprobung von ausbildungsintegriertem Sprachlernen charakterisiert – ein Praxisforschungsprojekt mit integrierter Kompetenzentwicklung. Die Hauptakteur:innen der Ausbildung – Praxisanleitende (Lernort Praxis) und Lehrende (Lernort Pflegefachschule) wurden von FaberiS und der GAB München dabei begleitet, passende Ansätze, Methoden und Möglichkeiten entlang realer Herausforderungen aus der Praxis zu finden, zu erproben, zu reflektieren/auswerten und festhalten.
  • Ergebnisse zum Download: Entstanden sind eine Vielzahl von Materialien – so etwa 20 Ausbildungssituationen, die neben den fachlichen auch die sprachlichen Handlungsziele enthalten und hierfür geeignete Methoden bzw. Vorgehensweisen beschreiben, ein Methodenkoffer „ausbildungsintegriertes Sprachlernen“, eine Prozessbeschreibung sowie ein Kompetenzkartenset mit Anleitungen für Lernende und Lernbegleitende.
  • Projektlaufzeit: November 2019 – Juni 2022
  • Projektrahmen: Das Projekt PamiS führte die Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen (FaberiS) im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) durch. PamiS wurde vom Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

PamiS – Pflegeausbildung mit integrierter Sprachförderung 

  • Ziel: Mit dem Projekt PamiS wird die sprachliche Bildung in die hessische Pflegeausbildung eingebunden.
  • Hintergrund und Vorgehen: Durch das Pflegeberufereformgesetz wurden drei zuvor getrennte Ausbildungsgänge (Altenpfleger/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in) zu einem einheitlichem Berufsabschluss Pflegefachfrau / Pflegefachmann zusammengeführt. Die neuen Curricula und Ausbildungspläne können somit von Anfang an sprachlernförderlich gestaltet werden. Die drei Handlungsfelder des Projekts ermöglichten dabei einen umfassenden Ansatz:
    1. In Kooperation mit Praxisanleitenden aus insgesamt 23 Pflegeeinrichtungen, Ambulanten Pflegediensten und Krankenhäusern wurde ein sprachlernförderlicher betrieblicher Ausbildungsplan und in Kooperation mit zwei Pflegeschulen ein Curriculum mit integrierter Sprachförderung entwickelt.
    2. Anleitungs- und Lehrkräfte wurden bei der sprachsensiblen Gestaltung ihrer Ausbildungstätigkeit beraten und begleitet.
    3. 89 Unterrichts- und Ausbildungssituationen wurden entwickelt und erprobt: Sie enthalten die fachlichen wie die pflegesprachlichen Handlungsziele und sind methodisch sprachlernförderlich aufgebaut. Praxisanleitende und Pflegelehrkräfte können sich aus diesem Pool erprobter Materialien bedienen, um die Auszubildenden sprachlernförderlich durch die neue Pflegeausbildung zu begleiten.
  • Ergebnisse: Die Unterrichts- und Ausbildungssituationen stehen zum Download bereit.
  • Projektlaufzeit: November 2016 – Oktober 2019
  • Projektrahmen: Das Projekt AiS-Hessen führte die Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen (FaberiS) im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) durch. AiS-Hessen wurde vom Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

AiS-Hessen – Arbeits- und ausbildungsintegriertes Sprachlernen in Hessen 

  • Ziel: Das von FaberiS entwickelte Verfahren des berufsintegrierten Sprachlernens wird in Ausbildungsprozesse und in betriebliche Integrationsprozesse in hessischen Unternehmen und Einrichtungen eingebunden – als arbeits- und ausbildungsintegriertes Sprachlernen. Das Verfahren hat sich bereits bewährt für die Öffnung und Sensibilisierung von Unternehmen für die Relevanz eines  integrativen Sprachförderverfahrens. Angesichts des eklatanten Fachkräftemangels und einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Mitarbeitenden und Auszubildenden mit Migrationshintergrund liegt ein Schwerpunkt auf der Altenpflege, die flächendeckend erreicht werden soll. Fachlicher Unterricht und praktische Ausbildung sollen sprachsensibel und sprachförderlich durchgeführt werden, um so allen Lernenden die Erweiterung ihrer sprachlichen Kompetenzen in dem für die berufliche Integration erforderlichen Maße zu ermöglichen.
  • Ansatz: Das Verfahren des berufsintegrierten Sprachlernens und seiner Förderung ist berufspädagogisch fundiert und fußt auf einem funktional-pragmatischen Sprachlernverständnis, das der Systematik von Arbeits- und Ausbildungsprozessen folgt. Dieser Ansatz ermöglicht es dem dafür fortgebildeten betrieblichen wie schulischen Bildungspersonal, Sprachlernende auch ohne explizite linguistische Vorbildung professionell zu unterstützen.
  • Vorgehen: Entwicklung und Durchführung einer Fortbildung, in der das berufliche Bildungspersonal die Kompetenzen einer Sprachförderkraft für arbeits- und ausbildungsintegriertes Sprachlernen erwerben kann. In der erfahrungsbasierten Fortbildung erhalten die Teilnehmenden Impulse, die sie unmittelbar an ihrem Arbeitsplatz umsetzen und weiterentwickeln können; das Lernen im Prozess der eigenen Arbeit wird so zum tragenden Element der Weiterbildung des Ausbildungspersonals. Zur Förderung der Lernortkooperation wird die Fortbildung gemischt für Lehr- und Ausbildungskräfte angeboten. Um die Fortbildung landesweit an verschiedenen Standorten in Hessen anbieten zu können, werden zeitgleich nach einem Konzept des integrierten, begleiteten Handlungslernens AiS-Multiplikator:innen ausgebildet.
  • Ergebnisse: Hessenweit wurden 12 Standorte als Veranstaltungsorte aufgebaut. Ausgebildet wurden 17 AiS-Multiplikator:innen, die insgesamt 38 Fortbildungsstaffeln durchgeführt haben. Teilgenommen haben insgesamt 534 Personen. Der Innovationsgrad war außerordentlich hoch: Über 90% der Teilnehmenden gaben an, sich zuvor noch nicht mit der Thematik befasst zu haben. Ein besonderes Anliegen war, gerade auch das anleitende Personal in den praktischen Ausbildungseinrichtungen zu gewinnen; der Anteil lag letztlich bei erfreulichen 54%. Dazu beigetragen hat wesentlich die Institutionalisierung der Sprachförderung durch das HMSI und die Anerkennung der (für die Einrichtungen kostenfreien) Teilnahme auf die Weiterbildungspflicht der Praxisanleitungen, die aufgrund der berufspädagogischen Qualität der Fortbildung auch im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung weiterbesteht. Darüberhinaus wurde ein AiS-Dozent:innen-Netzwerk aufgebaut, das seine Arbeit nach Projektende fortsetzen wird. Mit dem Projekt AiS-Hessen wurden somit wichtige Grundlagen geschaffen, um die arbeits- und ausbildungsintegrierte Sprachförderung in Hessen insbesondere in den Pflegeberufen zu verstetigen. Bei einem Großteil der teilnehmenden Einrichtungen wurden die Fortbildung und die zugehörigen Refresher-Workshops zu einem festen Bestandteil der Personalentwicklung.